Patientenverfügung: Selbstbestimmt bis zuletzt

Wer im Falle eines Komas nicht künstlich beatmet werden will, oder auf andere ärztliche Behandlungen verzichten möchte, kann dies in einer Patientenverfügung festschreiben.
patientenverfügung

In der letzten Lebensphase im Krankenhaus an diverse Schläuche und Maschinen angeschlossen, ohne Hoffnung auf Besserung: Für viele Menschen eine sehr schlimme Vorstellung. Mit einer Patientenverfügung lässt sich das verhindern.

Denn die Patientenverfügung erlaubt es, bestimmte medizinische Behandlungen, etwa künstliche Beatmung oder Ernährung, im Vorhinein abzulehnen. Sie gilt für den Fall, dass die Betroffenen geistig nicht mehr dazu in der Lage sind oder sich nicht artikulieren können.

Verbindlich oder unverbindlich?

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen „verbindlichen“ und „anderen“ Patientenverfügungen. Weil die verbindliche Verfügung Ärzte verpflichtet, sich strikt an die festgeschriebenen Anweisungen zu halten, unterliegt sie strengen Regeln. So ist sie nur dann wirksam, wenn der Patient vorher durch einen Arzt umfassend aufgeklärt wurde. Erforderlich ist auch die formelle Errichtung der Patientenverfügung durch einen Notar, Rechtsanwalt oder eine juristisch geschulte Person einer Patientenvertretung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, bleibt die verbindliche Patientenverfügung acht Jahre lang gültig.

Für die sogenannten „anderen Patientenverfügungen“ gelten nicht so strenge Vorschriften. Sie sollen behandelnde Ärzte dabei unterstützen, den mutmaßlichen Patientenwillen zu erforschen und anstehende Entscheidungen im Sinne des Patienten zu treffen.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Text so konkret als möglich formuliert wird. Je genauer die jeweiligen, abgelehnten Maßnahmen zur Verlängerung des Lebens benannt sind, desto besser können die Vorgaben oder Wünsche des Betroffenen im Ernstfall berücksichtigt werden. „Ich möchte nicht ein Jahr im Wachkoma liegen“ ist zu wenig. Selbstverständlich kann man in einer Patientenverfügung auch Wünsche äußern, beispielsweise Vertrauenspersonen benennen oder für eine bestimmte Person ein Besuchsverbot aussprechen.
Es empfiehlt sich, die Patientenverfügung im Patientenverfügungsregister der Notariatskammer oder in dem der österreichischen Rechtsanwälte eintragen zu lassen.

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Anna M.

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